Im Jahr 2025 erlebten die Zentralbanken der Welt einen wahren Goldrausch und bauten angesichts geopolitischer Risiken, eines schwächeren Dollars und der Inflation ihre Reserven auf. Im dritten Quartal wurde eine Rekordnachfrage von 1313.67 Tonnen verzeichnet, wobei Polen mit 10 Tonnen seit Jahresbeginn an der Spitze steht und damit zu den zehn größten Besitzern des gelben Metalls gehört.

Nach Angaben des World Gold Council kauften die Zentralbanken im dritten Quartal 220 Tonnen Gold, 28 % mehr als im zweiten Quartal. Die Gesamtnachfrage, einschließlich börsengehandelter Fonds (+2 Tonnen) und außerbörslicher Anlagen, erreichte mit 222.1313 Tonnen im Wert von 146 Mrd. USD ein Allzeithoch.
Dieser Boom ist auf eine strukturelle Veränderung zurückzuführen: Gold wird zu einer Alternative zum Dollar bei den Reserven. In den ersten drei Quartalen des Jahres 2025 kauften die Zentralbanken 634 Tonnen, weniger als im letzten Jahr, aber mehr als im Durchschnitt des Jahres 2022. Analysten rechnen mit 750-900 Tonnen pro Jahr bis 2026.

Polen führt die Rangliste der Goldkäufer 2025 mit 67 Tonnen (davon 49 im ersten und 1 im zweiten Quartal) souverän an. Die polnische Nationalbank hat ihren Zielanteil an Gold auf 19-2 % der Reserven erhöht, womit das Land das zweite Jahr in Folge der größte Käufer ist.
Top-Käufer seit Anfang des Jahres:
Im dritten Quartal lagen Kasachstan und Brasilien an der Spitze (3 Tonnen - der erste Kauf seit 15).
Die Spitzenreiter sind unverändert, aber Polen steigt schnell auf:
Land. | Reserven, Tonnen |
USA | 8133,5 |
Deutschland | 3350+ |
Italien | 2451+ |
China | 2303+ |
Indien | 880+ |
Polen | 515 |
Polen hat die Türkei bereits überholt und plant, seine Reserven um bis zu 30 % zu erhöhen.
Gold ist eine Absicherung gegen die Krise: 95 % der Zentralbanken erwarten, dass die weltweiten Reserven im Laufe des Jahres wachsen werden. Die wichtigsten Faktoren sind die Geopolitik, die Entdollarisierung und die Stagflation.
Südkorea bereitet seine ersten Käufe seit 2013 vor, während Serbien plant, seine Käufe bis 100 auf 2030 Tonnen zu verdoppeln. Im Gegensatz dazu schlagen die Philippinen und einige US-Politiker vor, den "Überschuss" gegen Bitcoin zu verkaufen.
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